Das Jagdrevier im Juni

Nach dem aktiven Jagdmonat Mai ist der Juni in seinem Aufgabenspektrum zweigeteilt

Die Jagdaktivität in den ersten beiden Maiwochen fällt für gewöhnlich relativ spärlich aus. Grund dafür ist das Setzen der Rot- und Damtiere, welches für einen Abfall der Aktivitätskurve des Rotwildes sorgt. Zusätzlich wird das Erkennen des Rotwildes durch Forste in waldnähe erschwert, welche die Sicht erheblich einschränken können. Grundsätzlich empfiehlt es sich nicht, Schmaltiere zu jagen, auch wenn eine Erlaubnis durch den Jagdschein vorliegt. Im weiteren Verlauf des Jahres rentieren sich die Jagdruhezeiten durch eine erhöhte Abschussquote. Das verzichten von Pirschgängen wird durch stilles Ansitzen abgelöst und ermöglicht ein erstes Fährten von Feisthirschen. Jedoch ist nur das Ansitzen vereinzelter Vorrichtungen von Vorteil, da bei zahlreichen Besetzungen zu viel Unruhe in das Revier gebracht wird.

Die erste Juni-Hälfte eignet sich für Tätigkeiten, ähnlich die des Aprils. Die Pflege der Pirschwege ist umstritten, da die zurückgezogenen Rehböcke umso mehr gestört werden können, dennoch kann eine Kontrolle im geringem Umfang sinnvoll sein. Zusätzlich werden Suhlen gereinigt und von einnehmenden Ästen oder Steinen befreit. Der Bestand an Salzlecksteinen wird aufgefüllt. Besonderes Augenmerk im Juni gilt den Wildäckern. Wieder einmal macht sich Kontakt zu Landwirten bezahlt, denn diese können nach Absprache die völlige Pflege der Anlage übernehmen. Durch ihre Fachkenntnis in Bezug auf Saat und Düngeprofil erleichtern die zuständigen Agronomen dem Jagdherrn die Instandhaltung.

Ab Mitte Juni kann wieder effektiv gejagt werden. Neben der vereinzelten Jagd auf Jährlinge können auch Wildkaninchen gejagt werden. Die Hasen werden verschont, jedoch hat ihre Population in den Sommermonaten einen Höchststand erreicht. Deshalb sollten nächtliche Zählungen vorgenommen und ein Überblick erhalten werden. Im Herbst sollten die erlegten Hasen zahlenmäßig nicht die Zählung des Sommers übersteigen. Hauptsächlich auf der Abschlussliste stehen im Juni Jungfüchse und Frischlinge zur Förderung der Niederwildhege und Wildschadesbekämpfung. Gerade die Sauen richten nächtlichen Schaden auf Feldern an. Das versehentliche Erlegen von tragenden Bachen ist durch sicheres Ansprechen von Frischlingen und Überläufern sicherzustellen. Die Jungfüchse sind in der Regel vor dem Bau anzutreffen. Betroffende Standorte, wie Wildäcker und Wiesen, werden entspechend der Windrichtung kontrolliert und in den längsten Nächten des Jahres zum intensiven Bejagen genutzt.

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