Das Jagdrevier im März

Das Jagdrevier steckt das ganze Jahr über voller Herausforderungen und anfallenden Arbeiten. Gerade der März kann sehr arbeitsintensiv ausfallen.

Der März lässt die Revierbewohner neu aufleben. Steinmader, Dachse, Muffelwild, Hasen und etliche andere Waldlebewesen bringen ihren Jungtiere zur Welt. Die Ringeltaube beginnt mit der Brut und der Fasan verliert sich in einem stetigen Balzgesang.

Die Jagdausübung des Märzes sieht eine Jagd auf Frischlinge, Tauber und in gemilderter Form auch auf den Fuchs vor. Der Raubzug wird mit Fallen und der Flinte bejagt.

Die Haupttätigkeit im März liegt aber in Kontrollgängen und dem Instandsetzen des Reviers. Niederwild- und Hochwildreviere machen eine genaue Evaluation des vorhandenen Lebensraumes und der Äsemöglichkeiten möglich.
Die Wildäcker sind im März zu behandeln und zu düngen. Neue Äcker werden angelegt oder vorhandene Flächen werden für eventuelle Neueinsaaten vorbereitet. In Bezug auf die Äcker ist auch über eine mögliche Pacht nachzudenken. Kalkulierungen über die abzupachtenden Bereiche werden getroffen.

Eine weitere essentielle Aufgabe ist die Kontrolle der Wasservorkommen von Suhlen und Teichen. Suhlen sind beliebte Reviereinrichtungen sowohl bei Rot- als auch bei Schwarzwild. Sie sollten vereinzelt und nicht allzu umfangreich angelegt werden. Sowohl ständige als auch vorübergehende Suhlen dürfen in einem intakten Revier keine Mangelware sein. Ständige Suhlen in Nähe von Wasservorkommen und Tümpeln werden vom Wild eigenständig aufgesucht. Die Vorübergehenden werden durch Niederschläge geformt und sind gerade bei Schwarzwild äußerst beliebt. Das bloße Vorhandensein genügt im Normalfall jedoch nicht, denn ferner ist darauf zu achten, dass störendes Geäst oder Steine aus den Wasserlöchern entfernt werden. Rundgänge und Prüfungen der Suhlen sollten also regelmäßig, jedoch keinesfalls täglich, stattfinden. Dem Herunterfallen von Blattwerk ist zu entgehen, indem Suhlen nicht direkt unter Bäumen angelegt werden.

Das Pflanzen von Bäumen und Sträuchern bedarf besonderer Aufmerksamkeit. Das Angebot muss genügend Äsemöglichkeiten für diverse Wildtierarten bieten. Obstbäume sind Holz- und Nahrungslieferanten. Gleichzeitig bieten sie den Vögeln Nestbaumöglichkeiten. Streuobstbestände werden angelegt, bevorzugt sind hochstämmige Bäume. Diese benötigen keinen zeitaufwändigen Schutz, da sie dem Äser-Bereich des Wildes schnell entwachsen. Jedoch werden die Stämme zunächst mit einer Drahthose geschützt. Des Weiteren sind die Pflanzen farblich so zu wählen, dass eine spätere Tarnung in der Reviereinrichtung möglich ist.

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