Das Jagdrevier im Mai

Wald, FrühlingDer Mai ist einer der vitalsten Monate des Kalenders. Kaninchen und Feldhasen bekommen bereits zum zweiten Mal Nachwuchs, ebenso brütet die Ringeltaube zum zweiten Mal, die Balzzeit von Auerwild und Fasan neigt sich dem Ende zu und die Setzzeit des Rotwildes beginnt. Waren die Monaten März und April überwiegend von präventiven Arbeiten im Revier geprägt, so birgt der Mai eine Bandbreite aktiver Bejagungsmöglichkeiten.

Die wenigen landwirtschaftlichen Tätigkeiten beziehen sich im Mai im Wesentlichen auf das Ruhighalten des Reviers d.h. Eine Besucherlenkung erfolgt weg von den Aufenthaltsorten des Wildes. Besucher stellen den größten Störfaktor während der Jagd dar, was einen minimierten Jagderfolg durch Rückzug des Wildes zur Folge hat. Zusätzlich werden potentielle Kunden des Wildbrets (Wildfleisch) geworben. Die Floristik des Reviers im Mai ist bereits durch die vorhergehenden Monate unterstützt worden und wird nun durch das Anlegen von Wildäckern und das Pflanzen von Solitärbäumen aufrechterhalten. Solitärbäume sind nicht nur optisch dominant sondern auch elementar für eine biologische Artenvielfalt. Umliegende Landwirte können um Saatgut für Untersaaten und Zwischenfruchtanbau gebeten werden. Der Zwischenfruchtanbau verhindert die Stickstoffverlagerung ins Grundwasser und kräftigt das Bodengefüge.

Die Jagdausübung um Mai bezieht sich sowohl beschränkt auf Überläufer (Frischlinge zwischen 12-24 Monaten) als auch auf die Bejagung von Raubwild wie Jungfüchse. Dennoch ist der Mai primär der Monat der Bockjagd. Ab dem 16. Mai beginnt vielerorts die Jagd auf Schmalrehe. Hier ist das präzise Ansprechend wichtig, damit nicht versehentlich eine Ricke/Geiß geschossen wird. Hauptmerkmal ist die Spinne (Gesäuge) welches bei der Ricke ausgeprägter ist. Diese Klassifizierung ist jedoch nur bis zum Juni möglich, da es sich dann durch eingeschränktes Säugen der Kitze wieder zurückbildet und die wachsende Vegetation den Blick zwischen die Hinterläufe erschwert. Weitere Merkmale der Geiß sind u.a. Nierenstich, eine durchgebogene Bauchlinie, verspäteter Winterhaarwechsel und lange Lauscher.

Auch Knopfböcke, Rehböcke mit verzögerter Gehörnentwicklung, werden bevorzugt gejagt und dienen als Wildbretlieferant. Um den Jagderfolg zu gewährleisten ist ein vorheriges Erkunden des eigenen Reviers, bestenfalls zu Fuß, sinnvoll. So lassen sich Ruhelager, Fegestellen und Einstände des Rehwildes orten. Die erfolgversprechendste Jagdzeit, in der das Wild austritt, liegt in den frühen Morgenstunden sowie nach einer Regenphase und bei Windstille.

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