Die Jagd im April

Der April gilt als einer der unattraktivsten Monate des Jahres. Die Hauptjagdsaison beginnt erst im Mai, aber das Wild tänzelt einem schon schadenfroh vor den Augen herum. Doch gerade der April bietet genügend Zeit Vorbereitungen zu treffen.

Die praktische Komponente der Jagd beschränkt sich im April auf die Wildschadensabwehr, das Ermitteln und Bestätigen von Rehböcken und das Bejagen von Raubzügen. Gerade die Verhütung von Wildschaden treibt den Jägern jedes Mal pünktlich von April bis Juni die Schweißperlen auf die Stirn. Ab April wird der Mais gesäht und mit ihm kommt auch das Schwarzwild in Scharen. Da jedoch nicht vorbehaltlos gejagt werden darf, wird häufig auf verschiedene Abschreckungsinstrumente zurückgegriffen. Elektrozäune haben sich als effektiver Schutz vor den ‘Schwarzkitteln’ erwiesen. Auch Dam- und Rotwild kann durch die Zäune zurückgehalten werden, wenn sie in der entsprechenden Höhe angelegt und ausreichend geerdet sind. Des Weiteren können akustische oder optische Reizungen das Wild gezielt vertreiben. Hierzu eignen sich Geräusche des Radios oder Lichtimpulse. Allerdings müssen diese Gerätschaften regelmäßig verändert werden, da Säue schnell lernen und erkennen, ob ihnen Schaden droht oder nicht.

Ein Indikator des Klimawandels aber auch der Maissaht ist die verlängerter Rauschzeit. Sonst auf die Wintermonate beschränkt, rauschen die Bachen in einigen Regionen auch im April noch. Die stetige Verbesserung der Nahrungsfindungsmöglichkeit wird durch den Mais und Früchte noch gesteigert. Die Mastjahre und die Fruchtung der Bäume ist für die Rauschzeit nicht mehr maßgeblich. Beschlagenes Wild wird immer jünger und die Vermehrungsrate des Schwarzwildes steigt unermesslich. Die nahezu unsichtbaren Rotten des Schalenwildes richtet von Jahr zu Jahr umfangreichere Schäden an. Hier gilt es den Schaden auf ein Minimum zu begrenzen und den Entwicklungsverlauf in Bestandszahlen des Wildes wiederzugeben. Die Wildschadensregulierung ist abhängig von einem guten Kontakt mit den zuständigen Landwirten.

Der April hält jedoch auch ein theoretisches Arbeitsvolumen bereit. In den Jagdbetrieben sollten grundlegende Maßnahmen ergriffen werden, um die erfolgreiche Jagd in der Hauptsaison zu gewährleisten. Pirschwege werden angelegt und die Waffen werden auf ihr Funktionstüchtigkeit getestet. Neben dem Planen der anstehenden Jagd und der Bepflanzung gehört auch die Kontrolle der Reviereinrichtung zu den Basisaktivitäten. Bestehende Pachtverträge können überprüft und gegebenenfalls verlängert werden.

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